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ACARE

Advisory Council for Aeronautics Research in Europe – Rat für Luft- und Raumfahrtforschung in Europa. ACARE besteht seit 2001 und setzt sich u. a. aus Vertretern der EU-Mitgliedstaaten, EU-Kommission, von Eurocontrol, der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie und Forschungseinrichtungen zusammen. Ziel ist es, die strategische Forschungsagenda für die Luft- und Raumfahrt (SRA – engl. strategic research agenda) zu erarbeiten und umzusetzen.

AEA

Association of European Airlines – europäischer Airline-Verband.

Atmosphäre

Lufthülle der Erde. Sie ist in verschiedene Stockwerke aufgeteilt, die durch deutlich unterschiedliche vertikale Temperaturschichtungen voneinander abgegrenzt sind. Für den Luftverkehr sind die beiden untersten Schichten von Bedeutung, die Troposphäre und die darüber liegende Stratosphäre. Die Obergrenze der Troposphäre schwankt je nach Jahreszeit und geografischer Breite. Sie liegt am Äquator bei 16 bis 18 Kilometern Höhe und an den Polen bei 8 bis 12 Kilometern. An der Tropopause, dem Übergang zur Stratosphäre, beträgt die Temperatur nur noch etwa -60 Grad Celsius. In der Stratosphäre steigt sie wieder. In der Stratosphäre in etwa 25 bis 30 Kilometern Höhe befindet sich auch die sogenannte Ozonschicht. Die Reiseflughöhe heutiger Verkehrsflugzeuge liegt zwischen 8 und 13 Kilometern. Die Emissionen aus dem Luftverkehr tragen nach heutigen Erkenntnissen nicht zum Abbau der Ozonschicht bei.

Äquivalenter Dauerschallpegel (Leq)

Der Leq ist ein Maß für den zeitlichen Mittelwert aller Schalldruckpegel innerhalb eines Beobachtungszeitraums. Alle in Stärke und Dauer unterschiedlichen Schallereignisse werden gemäß einer festgelegten Rechenvorschrift zusammengefasst. Der sich ergebende Mittelwert ist ein anerkanntes und bewährtes Maß für die "Lärmmenge" in einem betrachteten Zeitintervall.

B.A.U.M.

Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e. V. B.A.U.M. wurde 1984 als erste überparteiliche Umweltinitiative der Wirtschaft gegründet und ist mit rund 450 Mitgliedern heute europaweit die größte ihrer Art. Lufthansa gehört dem Arbeitskreis seit 1997 an.

Belegschaftsaktien

Belegschaftsaktien werden Arbeitnehmern meist zum Vorzugskurs und zu günstigen Zahlungsbedingungen angeboten. Sie unterliegen in der Regel einer Sperrfrist, innerhalb derer sie nicht veräußert werden dürfen.

Catering

International übliche Bezeichnung für die Beladung von Flugzeugen mit Bordverpflegung und Material für den Borddienst.

CDA

Kontinuierlicher Sinkanflug (Continuous Descent Approach, CDA). Anflugverfahren, das die Lärmemissionen 20 bis 40 km vor der Landeschwelle (Frankfurt) reduziert. Am Flughafen Rhein-Main kann es aus Kapazitätsgründen nur nachts angewendet werden.

Change Management

"Management von Veränderungsprozessen"; Change Management umfasst alle Maßnahmen, mit denen Unternehmen Veränderungen einleiten oder sich an diese anpassen. Je intensiver Mitarbeiter über Veränderungsprozesse informiert und in diese eingebunden werden, desto erfolgreicher verlaufen sie.

Corporate Social Responsibility (CSR)

Gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens (Synonym: Corporate Citizenship: "Unternehmen als gute Staatsbürger"). CSR bezeichnet freiwillige Leistungen von Unternehmen im Sozialbereich.

Corporate University

Unternehmenseigene Bildungsinstitution für Fach- und Führungskräfte, vgl. Lufthansa School of Business (LHSB).

Dezibel (dB)

Messgröße für die Schallintensität und den Schalldruckpegel. Der Intensitätsunterschied zwischen dem leisesten Ton, den das menschliche Gehör wahrnehmen kann, und der Schmerzschwelle beträgt 1:10 Billionen. Um diesen riesigen Bereich objektiv darstellen zu können, verwendet man in der Akustik die logarithmische Dezibel-Skala. Auf ihr ist der Hörschwelle (eines 1.000-Hz-Tones) der Wert 0 dB und der Schmerzschwelle der Wert 130 dB zugeordnet. Eine Zunahme um 10 dB entspricht der zehnfachen Schallintensität. Für die wahrgenommene Lautstärke entspricht eine Differenz von 10 dB einer Halbierung bzw. Verdoppelung. Das menschliche Ohr ist nicht über das ganze Frequenzspektrum gleich empfindlich. Bei gleicher Schallintensität werden tiefe und hohe Töne unterschiedlich laut wahrgenommen. Bei der Messung gleicht man diesen Effekt durch international festgelegte Bewertungskurven aus. Am bekanntesten ist die sogenannte A-Bewertung, gekennzeichnet durch den Index dB(A). Für die Messung von Fluglärm benutzt man international die Einheit EPNdB (Effective Perceived Noise Decibel).

Diversity

Engl. für Vielfalt, Verschiedenartigkeit. Im Unternehmenskontext meint Diversity sämtliche Eigenschaften, durch die Mitarbeiter sich voneinander unterscheiden. Diversity bietet Ansätze für den Umgang mit Vielfalt, von denen Unternehmen und Belegschaft profitieren.

Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE)

Das DNWE ist ein gemeinnütziger Verein, dem Lufthansa seit Januar 1998 angehört (Lufthansa- Doppelmitgliedschaft EBEN und DNWE seit Januar 1998). Gegenwärtig hat es rund 450 Mitglieder, darunter viele aus Wirtschaft, Politik, Kirche und Wissenschaft. Zugleich ist das DNWE ein nationaler Verband des European Business Ethics Network (EBEN).

DLR

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Das DLR dient wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zwecken. Es unterhält 30 Institute bzw. Test- und Betriebseinrichtungen. Erklärtes Ziel ist, mit den Mitteln der Luft- und Raumfahrt zur Sicherung und Gestaltung der Zukunft beizutragen. Hierbei sucht das DLR auch die Kooperation und Arbeitsteilung mit europäischen Partnern.

Dow Jones Sustainability World Index

Der weltweit führende Nachhaltigkeitsindex listet jene zehn Prozent Unternehmen jeder Branche, deren nachhaltige Unternehmensführung vorbildlich ist. Lufthansa wurde 2007 erneut aufgenommen.

econsense

econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft
e. V. ist ein Zusammenschluss global tätiger Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft, die das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in ihre Unternehmensstrategie integriert haben. Lufthansa ist Gründungsmitglied dieses seit dem Jahr 2000 bestehenden branchenübergreifenden Netzwerks.

Elder Care

Englischer Begriff für die "Pflege nahestehender älterer Familienangehöriger". Elder Care ist Teil des Diversity Management. Bei Bedarf vermittelt der Lufthansa-Familienservice Mitarbeitern eine Betreuungsmöglichkeit für ihre pflegebedürftigen Angehörigen.

EMAS

Abkürzung für "Environmental Management and Audit Scheme"
(= System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung), umgangssprachlich EG-Öko-Audit-Verordnung genannt. Europäisches Umweltmanagement- und Zertifizierungsystem.

Enteisung

Mit Eis und Schnee insbesondere auf Tragflächen und Leitwerk kann ein Flugzeug nicht starten. Sie verändern die Aerodynamik und stellen ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Aus diesem Grund ist der Start eines Flugzeugs verboten, wenn sich Frost, Schnee oder Eis auf dem Flugzeug befindet. Vor dem Start müssen kritische Flächen am Flugzeug bei winterlichen Witterungsbedingungen mit einem Gemisch aus Wasser und Propylenglykol enteist und vor der Wiedervereisung geschützt werden (De-/Anti-Icing). Für einen Jumbo werden im Schnitt rund 900 Liter Enteisungsfluid pro Enteisung verbraucht. Im Vergleich dazu verbraucht eine Boeing 737 lediglich 300 Liter Enteisungsfluid. Es ist biologisch nahezu vollständig abbaubar und gefährdet die Umwelt nicht. An einem durchschnittlichen Wintertag werden auf deutschen Stationen etwa 65.000 Liter Enteisungsflüssigkeit verbraucht. An trockenen, frostigen Tagen ist diese Zahl bedeutend geringer.

Exportkreditbürgschaften

In Deutschland als Hermes-Bürgschaften bekannt. Dienen der Erschließung schwieriger Märkte und schützen deutsche Unternehmen vor Verlusten durch ausbleibende Zahlungen von ausländischen Geschäftspartnern. Das Land, in dem das exportierende Unternehmen seinen Sitz hat, übernimmt dabei über seine jeweilige "Export Credit Agency" einen Teil des Exportrisikos.

FAB

Funktionaler Luftraumblock (Functional Airspace Block) bezeichnet einen nach betrieblichen Anforderungen festgelegten Luftraumblock, bei dem der Notwendigkeit eines stärker integrierten Luftraummanagements über bestehende Grenzen hinweg Rechnung getragen wird.

Frachtleistung (FTKO/FTKT)

Luftverkehrsgesellschaften unterscheiden die angebotene Frachtleistung (FTKO, freight ton kilometers offered) als Teil der gesamten angebotenen Leistung von der verkauften Frachtleistung als Teil der gesamten verkauften Leistung (FTKT, freight ton kilometers transported). Siehe auch Tonnenkilometer (TKO/TKT).

FTSE4Good

Der Index wurde 2001 von der Financial Times und der Londoner Börse eingeführt. Im FTSE4Good sind nur Unternehmen gelistet, die auf den Feldern Menschenrechte, Sozialstandards und Umweltschutz Überdurchschnittliches leisten. Lufthansa ist seit 2001 vertreten.

Fuel Dump

Notfallbedingtes Ablassen von Treibstoff im Flug, um bei Langstreckenflugzeugen (Airbus A330, Airbus A340, Boeing 747, Boeing 767, MD-11) vor einer außerplanmäßigen Landung (z.B. wegen technischer Probleme oder Erkrankung eines Passagiers) das Gewicht des Flugzeugs auf das höchstzulässige Landegewicht herabzusetzen. Dem betroffenen Flugzeug wird dazu ein besonderer Luftraum zugewiesen, möglichst über unbebautem oder dünn besiedeltem Gebiet. Das Ablassen von Treibstoff findet meist in Höhen von 4 bis 8 Kilometern statt. Vorgeschrieben ist eine Mindesthöhe von 1.500 Metern und eine Geschwindigkeit von 500 km/h. Es dürfen keine geschlossenen Kreise geflogen werden. Das Kerosin wird von den Turbulenzen hinter dem Flugzeug zu einem feinen Nebel verteilt. Trotz des Einsatzes empfindlicher Analyseverfahren konnten nach Fuel Dumps bisher in keinem Fall verunreinigte Pflanzen- oder Bodenproben festgestellt werden.

Global Compact

Globales Netzwerk, in dem die Vereinten Nationen mit privaten Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammenarbeiten, um Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung voranzutreiben.

IATA

International Air Transport Association. Internationaler Dachverband der Luftverkehrsgesellschaften.

ICAO

International Civil Aviation Organization. Unterorganisation der UN, die international verbindliche Normen für die Zivilluftfahrt aufstellt.

ICC Deutschland

International Chamber of Commerce. Internationale Handelskammer. Gründung 1919 als World Business Organization. In der ICC sind weltweit über 1.500 Wirtschaftsorganisationen und mehr als 5.000 Unternehmen der internationalen Wirtschaft organisiert.

Initiative Pro Recyclingpapier

In der 2000 gegründeten Initiative sind Unternehmen unterschiedlicher Branchen zusammengeschlossen, um die Akzeptanz von Recyclingpapier zu verbessern. Lufthansa ist Gründungsmitglied der Initiative.

Intermodalität

Verkehrssystem, bei dem mindestens zwei in eine Transportkette integrierte Verkehrsträger genutzt werden, um Personen von Haus zu Haus zu befördern – z.B. Bahn und Flugzeug. Dank eines globalen Ansatzes können so vorhandene Transportkapazitäten rationeller eingesetzt werden.

IPCC

Intergovernmental Panel on Climate Change. Das zwischenstaatliche UN-Expertengremium für Klimaveränderung wurde 1988 von der World Meteorological Organization (WMO) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen ins Leben gerufen.

ISO 14001

Internationales Umweltmanagementsystem. Es ermöglicht Firmen, Umweltschutz systematisch im Unternehmen zu verankern.

Kapitel-4-Flugzeuge

Flugzeuge, die die derzeit strengste Lärmschutzklasse erfüllen – den Kapitel-4-Lärmstandard. Auf diesen hat sich das Umweltkomitee (CAEP) der ICAO im September 2001 verständigt. Danach müssen ab 2006 alle neu zugelassenen Flugzeuge die Kapitel-3-Lärmgrenzwerte kumulativ um 10 Dezibel oder mehr unterschreiten. Die Lärmgrenzwerte für Flugzeuge wurden im Anhang 16 zum Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt von der ICAO eingeführt. Der Lärmpegel wird an drei Messpunkten ermittelt: für den Start 6.500 Meter vor Beginn der Startbahn (Startrollpunkt) und 450 Meter seitlich der Startbahn sowie für die Landung 2.000 Meter vor der Landebahnschwelle, was einer Überflughöhe von ca. 120 Metern entspricht. Die Grenzwerte sind abhängig vom höchstzulässigen Abfluggewicht und der Zahl der Triebwerke eines Flugzeugs.

Kerosin

Treibstoff für Düsentriebwerke und Propellerturbinen, ähnlich dem Petroleum. Kerosin wird wie Diesel oder Benzin durch Destillation aus Mineralöl gewonnen, kommt aber ohne halogenierte Zusätze aus. Aufgrund des Herstellungsprozesses enthält Kerosin kein Benzol. Weltweit verbrauchen Flugzeuge gegenwärtig pro Jahr etwa 170 Millionen Tonnen Kerosin. Das sind zwischen 5 und 6 Prozent der Welterdölproduktion.

Kohlendioxid (CO2)

Gas, das bei der Verbrennung und Zersetzung von kohlenstoffhaltigen Substanzen wie z.B. Pflanzen entsteht. Überdies ist es ein Produkt der Atmung bei Mensch und Tier. Das Treibhausgas CO2 verbleibt rund 100 Jahre in der Atmosphäre. Den Anstieg der CO2-Konzentration in den letzten hundert Jahren führen Wissenschaftler unter anderem auf die Verbrennung von fossilen Energieträgern (Kohle, Öl, Gas) durch den Menschen zurück. Je Tonne Treibstoff entstehen 3,154 Tonnen CO2. Derzeit sind rund zwei Prozent der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen auf den weltweiten Luftverkehr zurückzuführen.

Kohlenmonoxid (CO)

Verbindung aus einem Kohlenstoff- und einem Sauerstoffatom, die bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen entsteht. Bei Flugzeugtriebwerken hängt der CO-Ausstoß stark vom Lastzustand ab: Im Leerlauf, beim Rollen und beim Landeanflug sind die Emissionen je Kilogramm Treibstoff höher als im Steig- und Reiseflug.

Kyoto-Protokoll

Schreibt verbindliche Ziele für die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen fest. Es wurde 1997 als Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen beschlossen und trat Februar 2005 in Kraft.

Lufthansa School of Business (LHSB)

Deutschlands erste Corporate University. Für die weltweiten Standards, die sie bei Entwicklung und Training von Fach- und Führungskräften gesetzt hat, wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Die LHSB unterstützt Veränderungsprozesse im Konzern und fördert eine gemeinsame Führungskultur.

Managing Volatility ("Fit für den Wandel")

Lufthansa-Initiative, die Führungskräfte und Mitarbeiter dabei unterstützt, schnell und flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren, zum Beispiel mithilfe von Workshops, in denen entsprechende Methoden vermittelt und erarbeitet werden.

Mentee

Nachwuchskraft, die im Mentoring-Prozess von einem erfahrenen Mentor in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung gefördert wird.

Mentor

Erfahrene Fach- oder Führungsperson, die ihr Know-how an eine Nachwuchskraft weitergibt und Kontakte vermittelt.

Mentoring

Instrument zur zielgerichteten Förderung von Nachwuchskräften. Im Mittelpunkt stehen regelmäßige persönliche Kontakte zwischen Mentor und Mentee.

MRO

Abkürzung für Maintenance, Repair and Overhaul. Wartung, Reparatur und Überholung von Flugzeugen.

Nachhaltige Entwicklung

Gemäß des 1987 formulierten Leitbildes der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (Brundtland-Kommission) ist "nachhaltige Entwicklung (...) eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen". Für Unternehmen bedeutet dies, neben den wirtschaftlichen Aspekten auch den Verantwortungen im Umwelt- und Sozialbereich gerecht zu werden. Alle drei Aspekte – Wirtschaft, Soziales und Umwelt – sind in eine Balance zu bringen.

OHSAS 18001

Occupational Health and Safety Assessment Series. Arbeitsschutz-Managementsystem, das die British Standards Institution gemeinsam mit internationalen Zertifizierungsgesellschaften entwickelt hat.

Ozon (O3)

Dreiatomiges Sauerstoffmolekül, das in der Stratosphäre gebildet wird. Die dort angesiedelte Ozonschicht übt eine wichtige Schutzfunktion aus, da sie die gefährliche UV-Strahlung herausfiltert. Während Ozon in höheren Lagen durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) massiv abgebaut wird, entsteht es am Boden unter dem Einfluss von Sonnenlicht aus zahlreichen Vorläufersubstanzen (Sommersmog) und reizt die Schleimhäute. Durch Stickoxidemissionen verursacht der heutige Luftverkehr in Reiseflughöhe analog zum Sommersmog eine Erhöhung der Ozonkonzentration, die von Wissenschaftlern für den viel beflogenen Nordatlantik mit 3 bis 4 Prozent beziffert wird.

Partner für Innovation

Lufthansa ist seit 2005 Partner für Innovation. Der Initiative gehören über 200 Unternehmen, Verbände und Institutionen an. Ziel ist es, das wissenschaftliche und strategische Know-how der Mitglieder zu bündeln und innovative Ideen in marktfähige Produkte umzusetzen.

Passagierkilometer (PKO/PKT)

Maß für die Beförderungsleistung im Passagierverkehr (Zahl der Passagiere multipliziert mit der Entfernung). Hierbei wird zwischen der angebotenen Beförderungsleistung (PKO, passenger kilometers offered, oder synonym: SKO, seat kilometers offered) und der tatsächlich erbrachten Beförderungsleistung (PKT, passenger kilometers transported) unterschieden.

Senior Professional

Ältere, erfahrene Mitarbeiter eines Unternehmens.

Single European Sky (SES)

Einheitlicher europäischer Luftraum. Die Initiative der Europäischen Union will Verkehrsströme optimieren, Fluglotsenlizenzen vereinheitlichen, Technik harmonisieren und so die Sicherheit, Kapazität und Pünktlichkeit im wachsenden Flugverkehr erhalten.

Sitzkilometer (SKO)

Maß für die angebotene Beförderungsleistung (SKO, seat kilometers offered).

Sitzladefaktor

Passagierbezogenes Maß für die Auslastung von Flugzeugen: Verhältnis von Beförderungsleistung (transportierte Passagierkilometer, PKT) zu Kapazität (angebotene Passagierkilometer, PKO).

Slot

Definierter Zeitpunkt, zu dem eine Fluggesellschaft die Start- bzw. Landebahn eines Flughafens nutzen darf.

Spurengase

Gase, die nur in geringen Mengen in der Atmosphäre vorkommen (Ozon, Methan, Lachgas etc.), jedoch für das Klima und die Atmosphärenchemie erhebliche Bedeutung haben.

Stakeholder

Gruppen oder Einzelpersonen, die ihre Ansprüche an ein Unternehmen (z.B. das Erreichen von Unternehmenszielen) formulieren und diese selbst oder durch Interessenvertreter verfolgen, z.B. Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und andere.

Stickoxide (NOx)

Verbindungen zwischen Stickstoff- und Sauerstoffatomen. NOx ist definiert als die Summe von NO und NO2. Natürliche Quellen sind Blitze und Mikroben im Erdboden. Stickoxide entstehen auch bei Verbrennungsprozessen unter hohen Drücken und Temperaturen. Diese beiden Parameter wurden bei modernen Triebwerken erhöht, um den Treibstoffverbrauch sowie die Emissionen an Kohlenmonoxid und unverbrannten Kohlenwasserstoffen spürbar zu verringern. Durch neuartige Brennkammern könnten in Zukunft auch die NOx-Emissionen um bis zu 85 Prozent verringert werden. Je nach Flugzeugtyp und Einsatzspektrum schwankt der Wert zwischen 6 und 20 Kilogramm pro Tonne verbrannten Kerosin. Der Anteil des Luftverkehrs an vom Menschen verursachten NOx-Emissionen beträgt 2 bis 3 Prozent. Nach Modellrechnungen haben Stickoxide die Ozonkonzentration in Reiseflughöhe um wenige Prozent ansteigen lassen.

Telearbeit

Verlagerung des Arbeitsplatzes, z.B. nach Hause. Zugriff auf Datenbestände des Unternehmens erfolgt über das Internet.

Tonnenkilometer (TKO/TKT)

Maß für die Beförderungsleistung (Zuladung mal Entfernung). Man unterscheidet die angebotene Beförderungsleistung (TKO, ton kilometers offered) und die tatsächlich erbrachte Beförderungsleistung (TKT, ton kilometers transported). Bei der Ermittlung der Zuladung werden Passagiere durch ein statistisch ermitteltes Durchschnittsgewicht berücksichtigt.

Transparency International

Antikorruptionsorganisation, der Lufthansa seit 1999 angehört.

Treibhausgase

Gasförmige Stoffe, die zum Treibhauseffekt beitragen und sowohl natürlichen als auch menschlichen (anthropogenen) Ursprungs sind. Die wichtigsten natürlichen Treibhausgase sind Wasserdampf (H2O), Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4). Das wichtigste anthropogene Treibhausgas ist Kohlendioxid aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Es macht etwa 77 Prozent des vom Menschen verursachten Treibhauseffekts aus. Methan, primär aus der Landwirtschaft und Massentierhaltung, trägt rund 14 Prozent zum anthropogenen Treibhauseffekt bei. Weitere künstliche Treibhausgase sind Distickstoffoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW bzw. H-FKW), Schwefelhexafluorid (SF6) und fluorierte Chlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Quelle: World Resources Institute (WRI), 2005.

UNEP

Umweltprogramm der Vereinten Nationen.

UN Global Compact

Vgl. Global Compact.

Unverbrannte Kohlenwasserstoffe (UHC)

Organisches Gemisch aus Kohlenstoff und Wasserstoff, das entsteht, wenn kohlenstoffhaltige Brennstoffe unvollständig verbrennen oder Kraftstoffe verdunsten.

UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Wurde 2002 von der UN-Vollversammlung für die Jahre 2005 bis 2014 ausgerufen. Ziel ist es, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern.

VOC

Volatile Organic Compounds. Flüchtige organische Verbindungen mit einem hohen Dampfdruck, die schon bei Raumtemperatur leicht in die Atmosphäre verdampfen. VOC sind u.a. in Lösungs- und Reinigungsmitteln sowie Kraftstoffen enthalten. Unter dem Einfluss von Stickoxiden und intensivem Sonnenlicht führen VOC zur Bildung von Ozon.

Wasserdampf

Wasserdampf ist noch vor Kohlendioxid das wichtigste Treibhausgas. Ohne den natürlich vorkommenden Wasserdampf wäre es an der Erdoberfläche rund 22 Grad Celsius kälter. Damit ist der Wasserdampf für zwei Drittel des natürlichen Treibhauseffekts (33 Grad Celsius) verantwortlich. Pro Kilogramm Kerosin entstehen 1,24 Kilogramm Wasserdampf. Befürchtungen, der gegenwärtige Luftverkehr erhöhe den Wasserdampfgehalt der Stratosphäre und verändere so das Klima, haben einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht standgehalten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) kam zu dem Ergebnis, dass bei der heutigen Flugwegführung/-höhe selbst die 100-fache Menge des heute vom Luftverkehr freigesetzten Wasserdampfes noch kein nachweisbares Klimasignal erzeugt.

Work-Life-Balance

Bezeichnet das Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben.

Ansprechpartner
Ihren Ansprechpartner zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie hier.

Service
Mehr zum Thema Verantwortung bei Lufthansa können Sie im aktuellen Nachhaltigkeits-bericht Balance nachlesen. Balance bestellen oder downloaden.

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