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Traumberuf Pilot

Briefing und Kennenlernen

Im Einsatzplan ist die Zeit für das Briefing um 12.20 Uhr angesetzt, genau 100 Minuten vor dem Start. Vor dem Briefing mit den Kollegen der Kabine trifft sich die Cockpitcrew bestehend aus Weiland, Schönleber und dem zweiten Copiloten, SFO Patrick Schlag, zum Cockpitbriefing. Konzentrierte Betriebsamkeit herrscht in dem offenen Raum voller Stehtische mit Monitoren, Docking-Stations und Druckern. Denver, Dubai, Rom oder Oslo – hier trifft jede Crew, die in Frankfurt ihren so genannten Umlauf beginnt, Flugvorbereitungen.

Detailliert bespricht die Crew für Flug LH 464 nach Orlando Besonderheiten des Streckenverlaufs, verteilt die Aufgaben und trifft die fliegerischen Vorbereitungen: Schönleber sammelt die notwendigen Flugkarten für Westeuropa, den Nordatlantik und die Ostküste der USA aus den Fächern. Anschließend lädt er wie seine Kollegen den Flugplan an der Docking-Station herunter. Dann gibt er Informationen zum Flugzeug, die berechnete Treibstoff-Menge und weitere Parameter in den von Lufthansa bereitgestellten Laptop, Pilots Workpad genannt, ein. Auch die beiden Cockpit-Kollegen geben die relevanten Daten in ihre Rechner ein und vergleichen die ermittelten Werte untereinander. Dies ist typisch für die Arbeit der Piloten: Alles wird doppelt und dreifach geprüft, bevor die Daten und Informationen verwendet werden. Noch ein Blick auf die aktuellen Wetterdaten auf der geplanten Route: Wo gibt es Gewitter, wie sind Windgeschwindigkeit und -richtung?

Purserette Annette Lokajczyk, Kabinen-Chefin für diesen Flug, hat im Briefing-Raum 5 bereits erste Punkte in Sachen Kabinen-Sicherheit und -Service angesprochen, als die Piloten eintreffen. Auf diesem Umlauf schließen zwei Flugbegleiterinnen ihre Ausbildung ab. Betreut werden sie von einer zusätzlichen Purserin. Flugkapitän Weiland gibt nun einen Überblick: Flugzeit, Route, Wetter – alles, was die Crew wissen muss wird hier besprochen, offene Fragen geklärt.

Die Abfahrt des Crew-Bus ist um 12:55 Uhr – Zeit für Kaffee oder ein Gespräch mit Kollegen. „Jeder Umlauf findet mit einer neu zusammengesetzten Crew statt. Da ist es wichtig, dass man schnell eine gemeinsame Ebene fidnet“, sagt Schönleber. „Schließlich verbringen wir die nächsten Tage miteinander und müssen miteinander auskommen. Teamwork ist für reibungslose Abläufe an Bord besonders wichtig.“

Für die Crews gibt es eine eigene Sicherheits- und Passkontrolle direkt auf der Lufthansa-Basis. Von dort bringt ein Bus die drei Piloten und zwölf Flugbegleiterinnen direkt zum Flugzeug an Gate-Position die A60. Ehrensache bei Lufthansa, dass die Herren den Damen die Koffer in die Staufächer heben.

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