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Traumberuf Pilot

Langstrecke über den Atlantik

Ein Flickenteppich aus Wolken liegt unter Flug LH 464. SFO Schönleber und Flugkapitän Weiland geben die nächsten Funkfrequenzen ein, nehmen Kontakt mit der für den Luftraum zuständigen Flugsicherung auf, prüfen Route und Kerosin-Menge, berechnen die Überlugzeiten der markierten Wegepunkte auf der Karte, pumpen Sprit von vorne nach hinten, damit das Flugzeug optimal liegt. Über Paris beträgt die Reiseflughöhe bereits 35.000 Fuß. Aus der Galley dringt der Geruch gebackener Brötchen und gedämpfte Geräuschen von klappenden Schranktüren. Die Servicevorbereitungen für die Passagiere laufen auf Hochtouren. Bevor es bei Brest auf den Atlantik geht, macht Schönleber noch eine Ansage für die Fluggäste mit Angaben zur Flughöhe, Route, Wetter und voraussichtlicher Ankunftszeit.

Ruhiger wird es dann, als das Flugzeug den Nat-Track F, also den Raum über dem Nord-Atlantik, erreicht. Bis hierher reicht der Funkverkehr nicht, Flughöhe von 36.000 Fuß und die Geschwindigkeit von 0,82 Mach bleiben bis zum Kontakt mit der Nordamerikanischen Flugsicherung weitgehend konstant. Nun wird es etwas ruhiger und gelassener im Cockpit, Zeit für eine Mahlzeit am Klapptisch und Gespräche unter Kollegen: von privatem bis Ausgehtipps am Zielort  – Themen gibt es viele. Zwischendurch immer wieder die Kontrolle von Wetterdaten, Kerosinmenge, Kontrollanzeigen. Noch acht Stunden bis zum Ziel.

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