Traumberuf Pilot
Start von Bahn eins acht
Aus der Kabine meldet die Purserette „Boarding completed“, alle Plätze im Flugzeug sind vergeben, alle Passagiere an Bord. Auch im Cockpit ist alles rechtzeitig fertig geworden. Die Brücke fährt zurück und die A330 wird aus dem Schatten des Terminals auf die Rollbahn geschoben. Wie üblich ist es der Flugkapitän, der das Flugzeug über die Taxiways zur Startbahn rollt. Zum Start übergibt er wie abgesprochen an Schönleber, den „Pilot Flying“ für diesen Flug.
Schubhebel vor, Bremsen lösen, der Flugkapitän ruft die berechnete Entscheidungs- und dann die Abhebegeschwindigkeit, Schönleber zieht den Sidestick, mit dem der Airbus gesteuert wird, nach hinten – um 14.08 Uhr hebt das Flugzeug Richtung Süden ab. In einer langen Rechtskurve durchstößt es die ersten Schäfchen-Wolken. Es ist stickig im Cockpit, die Sonne heizt den mit Elektronik gefüllten Raum durch die Fenster auf.
Nach wenigen Minuten durchfliegt das Flugzeug die letzten Wolken auf Flughöhe 15.000 Fuß und über den Piloten gibt es nur noch blauen Himmel und die Sonne, die von links herein scheint. Die Stimmung im Cockpit entspannt sich spürbar, die Piloten richten sich für den zehnstündigen Flug ein. Über Luxemburg geht Schlag in den Crew-Rest, ein kleiner Raum direkt hinter dem Cockpit. Hier können die Piloten in ihrer zweistündigen Pause ruhen. Wer wann geht wird vorher besprochen, heute macht SFO Schlag den Anfang.


