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Traumberuf Pilot

Warten auf den Start zum Rückflug

Pünktlich um 16:50 Uhr steht der Bus vor dem Hotel bereit. Die Crew-Mitglieder warten in der Hotel-Lobby, frisch umgezogen, ausgeruht und bereits aus dem Zimmer ausgecheckt. Ein erstes Briefing für Cockpit- und Kabinen-Besatzung gab es vorher im Hotel.

Am Flughafen muss zunächst das Gepäck aufgegeben werden, dann geht es wie für die Passagiere auch durch die Passkontrolle, die Sicherheit und dann zum genannten Gate für Flug LH 465 von Orlando nach Frankfurt. Die Kollegen am Gate geben die ersten Informationen zum Flug. Alles spricht für einen problemlosen und pünktlichen Abflug.

Doch das Wetter macht einen Strich durch die Rechnung: Blitze in der Umgebung des Flughafens verhindern eine Betankung des Flugzeugs. Erst nach vielen zähen Minuten können Treibstoff und Fluggäste an Bord. „Jetzt sind wir auf die Unterstützung der Kollegen vom Bodenservice angewiesen“, erklärt Schönleber. „Alle wollen, dass das Flugzeug pünktlich an den Start geht. Trotzdem sitzen wir oft wie auf glühenden Kohlen.“ Aus den Fenstern sehen die Piloten, wie die Schlange zur Starbahn länger wird. Endlich kann auch Flug LH 465 sich einreihen, muss jedoch etlichen Flugzeugen den Vortritt lassen.

Nach dem Start muss in weiten Kurven Höhe gewonnen werden, bevor das Flugzeug über den Wolken Richtung Heimat aufnehmen kann. „Die verlorene Zeit können wir jetzt leider nicht mehr aufholen“, sagt SFO Patrick Schlag, der als Pilot Flying auf dem Rückflug Start und Landung durchführen wird. Er macht eine entsprechende Ansage für die Fluggäste und teilt die voraussichtliche Ankunftszeit in Frankfurt mit, während die Lichter Floridas unter der Wolkendecke verschwinden.

Der Rückflug verläuft ruhig, die Stunden bis zur Rückkehr vergehen nur langsam. „Nach bald vier Tagen unterwegs freut man sich doch sehr auf die Familie, das eigene Bett, ein wenig Alltag“, so Schönleber. „Da wird die Zeit oft etwas lang.“

Endlich landet die A330-300 um 11.45 Uhr in Frankfurt. Die Crew verabschiedet sich kurz im Crewbus voneinander, einige – wie Schönleber – steigen bereits am Terminal aus, andere fahren noch bis zur Lufthansa Basis. „Jetzt habe ich erst einmal ein paar Off-Tage, in denen ich zuhause bei meiner Familie bleiben kann“, freut sich Schönleber. Davon trennen ihn nur noch zwei Stunden Zugfahrt – als Passagier.

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