Verkehrsträgeranalyse: Luftverkehr überzeugt
Nur eine intelligente Vernetzung der Verkehrsträger Straße, Schiene und Luftverkehr gewährleistet eine effiziente und nachhaltige Mobilität. Die deutsche Volkswirtschaft profitiert heute schon von einem Verkehrssystem, in dem sich Straßen-, Bahn- und Luftverkehr, sowie die Seefahrt sinnvoll ergänzen.
Und dennoch gibt es – auch systembedingt – Unterschiede zwischen den einzelnen Verkehrsträgern. So deckt der Luftverkehr als einziger Verkehrsträger seine Kosten mit 95 Prozent nahezu vollständig selbst. Dazu passt, dass der Luftverkehr nur vier Prozent der Gesamtsubventionen aller Verkehrsträger erhält.
Luftverkehr: Ab 500 Kilometern klare Gesamtkostenvorteile*

- *inklusive Betrieb, Infrastruktur, Nutzerzeitkosten, externe Umwelt- und Unfallkosten
Wirft man einen Blick auf die Kosten der unterschiedlichen Verkehrsträger, so hat ab einer Distanz von 400 bis 500 km der Luftverkehr gegenüber den anderen Verkehrsträgern die Nase vorne. Bei der gesamthaften Analyse werden Aspekte wie Infrastrukturkosten, Unfall- und Umweltkosten, Kosten für den Betrieb und Nutzerzeitkosten berücksichtigt.
Dies sind einige Kernaussagen einer Verkehrsträgerstudie, die von der Initiative „Luftverkehr für Deutschland“ in Auftrag gegeben wurde. In dieser Studie, erstellt von einer erfahrenen und unabhängigen Autorengruppe – dem Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS Zürich und dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), die auch schon Studien u.a. für den Bahnsektor erstellt haben – werden damit erstmals umfassend wirtschaftliche und ökologische Gesichtspunkte zu den Verkehrsträgern Schiene, Straße und Luftverkehr für Deutschland in kompakter Form beleuchtet. Die Studie soll zu einer strategischen Debatte über eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Transportsektors insgesamt beitragen.
Die Verkehrsträgeranalyse unterstreicht die spezifischen Stärken des Luftverkehrs. Er ist auf längeren Kontinentalstrecken de facto ohne Alternative – Lufthansa steht im Personenverkehr nur zu 15 Prozent im Wettbewerb mit Bahn und Schiene. „Luftverkehr made in Germany“ sichert hunderttausende Arbeitsplätze und trägt seine Infrastrukturkosten selbst. Er ist aber auf international faire Rahmenbedingungen angewiesen. Nationale Alleingänge müssen, genauso wie einseitige Belastungen, vermieden werden – wie dies übrigens auch in der Koalitionsvereinbarung festgeschrieben ist.
Luftverkehr mit bester Gesamtökobilanz
Die Luftfahrt weist mit weitem Abstand die geringsten externen Umweltkosten auf.

Luftverkehr fast ohne Nettosubventionen
Die Luftfahrt erhält nur vier Prozent der Gesamtsubventionen aller Verkehrsträger – Absatzhilfen für Flugzeughersteller, Forschungsmittel, Nichterhebung der Kerosinsteuer für innerdeutsche Flüge mit eingerechnet.

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